Wie ich wurde, was ich werde. (mehr)

Das Studium der Sozialwirtschaft an der JKU Linz legte den Grundstein für mein Verständnis von Sozial- und Gesundheitssystemen, Bildungsstrukturen sowie organisationalen Dynamiken. Von Beginn an beschäftigte mich die Frage, wie eine entwicklungsorientierte Kultur entsteht.

Meine langjährige Erfahrung im Human Ressource Bereich hat mir ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge von individuellen Bedürfnissen der Mitarbeitenden einerseits und den organisationalen und rechtlichen Rahmenbedingungen andererseits gegeben. In der inhouse Begleitung von Führungskräften und Change Prozessen zeigte sich das Spannungsfeld der komplexen Rolle der Führungskräfte und deren Bedeutung für die Kultur einer Organisation.Diese prägende Erfahrung ist heute meine Basis, um Menschen dort abzuholen, wo sie stehen. Ich schätze Entwicklung und Dynamik sowie die Energie, die dabei entsteht. Mit einer Kombination aus Neugier und Erfahrung unterstütze ich Teams, Führungskräfte und Organisationen dabei, Klarheit zu gewinnen, Ressourcen zu stärken und gemeinsam wirksam zu werden.

Ein Extrachromosom, das mein Leben verändert hat. (mehr)

Eine große Bereicherung für mich ist das Leben mit meinen beiden Töchtern. Eine davon lebt mit einem Extrachromosom. Durch sie hat sich meine Welt neu ausgerichtet und mein Horizont radikal erweitert. Jeden Tag lerne ich wie hilfreich es ist, mich nicht an meinen Sollvorstellungen auszurichten. Insbesondere wenn ein Mensch oder eine Situationen anders sind, als ich sie erwartet hatte, hilft mir das genaue Beobachten und Wahrnehmen, um an der Realität anzuschließen. Gleichzeitig zeigen sich Entwicklungszusammenhänge und Gestaltungsspielräume, die ich vorab nicht erwartet hätte. Das bereichert mich täglich aus Neue. Es hat mir tiefen Respekt vor der Vielfalt der Menschen und den Glauben an das Potenzial in jedem Menschen gegeben.

Potenzialentfaltung braucht Haltung und Rahmen. (mehr)

Die Erfahrung, dass manche Kinder mehr Unterstützung brauchen, hat meinen Blick für die Bedeutung von Selbstwahrnehmung geschärft. Die intensiven Therapiezeiten mit meiner Tochter bestätigten mir, dass Entwicklung nicht durch den ausschließlichen Fokus auf Defizite entsteht. Die Ausbildung „Sensorische Integration im Dialog bei Ulla Kiesling“ war dabei ein entscheidender Perspektivenwechsel: Entwicklung gelingt, wenn Menschen mit sich selbst in Kontakt kommen und Erfahrungen verankern können. Dazu braucht es einen stimmigen Rahmen. 

2017 gründeten drei Kolleginnen und ich die Potenzialwerkstatt – ein Ort, an dem Kinder mit Wahrnehmungsauffälligkeiten in einem großen Bewegungsraum reifen, wachsen und wichtige Entwicklungsschritte nachholen konnten. Aufgrund unserer persönlichen, familiären Herausforderungen mussten wir das Projekt 2024 ruhend stellen. Ich bin überzeugt, dass viele Kinder, die wir beim Reifen begleitet durften, von der Erfahrung genauso geprägt wurden wie ich und diese Erfahrungen in uns als Haltung weiterbestehen.